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Baumediator/in in 8 Modulen - Berufsbegleitende Ausbildung

4.200 €

zuzügl. 19 % Umsatzsteuer

 

inkl. veranstaltungsgebundene

Arbeitsunterlagen und Pausengetränke und Mittagessen.

 

Für Ihre Vorab-Beratung oder Buchung des Seminars stehen Ihnen:

Herr Christoph Bubert

Tel. 02203 – 35 71 69 E-Mail: info@mediation-bubert.de oder

Tel. 02203 – 30 00 90 E-Mail: info@obkv-rechtsanwaelte.de

oder

Frau Marianne Pundt

Tel. 0211 – 540 99 717 E-Mail:marianne.pundt@german-rtm.de

Gerne zur Verfügung.

 

Die Bau-Mediation gewinnt ebenso wie die Mediation in anderen Bereichen zunehmend an Bedeutung; spätestens in den letzten 10 Jahren ist das Thema Mediation in aller Munde und längst als Konfliktlösungsmodell in der Baubranche akzeptiert.

Auch der Gesetzgeber hat erkannt, dass die Mediation als Konfliktklärungsverfahren gar nicht mehr wegzudenken ist und hat im Jahre 2012 das Mediationsgesetz erlassen. Zweck des Gesetzes war u.a. die Förderung alternativer Streitlösungsformen und auch die Entlastung der Gerichte. Abgesehen davon liegt die Bedeutung der Mediation in den vergleichsweise niedrigen Kosten des Verfahrens, dem geringeren Zeitaufwand für die Konfliktaufbereitung sowie der sachgerechten Klärung und schließlich der Befriedung der Parteien. Im Gegensatz zum Gerichtsverfahren ist das Mediationsverfahren vertraulich, freiwillig und die Parteien bearbeiten in eigener Verantwortung ihre Lösungen. Auf der Grundlage von § 6 des Mediationsgesetzes ist eine entsprechende Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung-ZMediatAusbV) im Jahre 2016 erlassen worden.

 

Kursinhalte

In der Mediationsausbildung befassen sich die Teilnehmer mit typischen Konfliktsituationen im Bau- und Immobilienbereich, die in sämtlichen Vertragsbeziehungen sowie zwischen einzelnen oder auch mehreren am Projekt Beteiligten entstehen können: Bauherren, Handwerker, Architekten / Ingenieure, Generalpla- ner/Generalunternehmer, Subplaner/Subunternehmer, Bauunternehmer, Lieferanten, Immobilienmakler, Baugrundstücksveräußerer, Behörden etc..

 

Den aus der Baubranche stammenden Teilnehmern wird vermittelt, dass die Bau-Mediation bereits in Vertragsverhandlungen oder projektbegleitend zur Verhinderung oder Eingrenzung eines Streits sowie in bestehenden, unter Umständen hocheskalierten Baukonflikten eingesetzt werden kann. Die Bau-Mediation dient der Erarbeitung einer win-win Lösung und auch dem Erhalt von Geschäftsbeziehungen sowie gegenseitigem Respekt.

 

Modul 1 (2 Tage): 14./15. November 2018

Grundlagen der Bau-Mediation

- Grundlagen und Prinzipien der Mediation

- Methoden und Phasen der Mediation

- Leitbilder und Ziele der Mediation

- Konfliktverhalten

- Rolle der Beteiligten des Verfahrens

- Abgrenzung gegenüber anderen Konfliktregelungsverfahren

- Anwendungsbereiche der Bau-Mediation

- Arten der Bau-Mediation

 

Modul 2 (2 Tage): 13./14. Dezember 2018

Themen und Interessenklärung

- Konflikttheoretische Grundlagen

- Vorbereitung der Bau-Mediation

- Erforschung der Streitthemen

- Abgrenzung von Positionen zu Interessen der Baubeteiligten

- Die Bedürfnispyramide

- Mediatorische Übungen in Konfliktsituationen

 

Modul 3 (2 Tage): 17./18. Januar 2019

Grundlagen der Kommunikation

- Probleme in der Kommunikation und Folgen für die Praxis

- Kommunikationsmodelle

- Vier Seiten einer Nachricht nach Schulz von Thun

- Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg

- Doppeln

- Fragetechniken

- Anwendungsbeispiele aus der Baubranche

 

Modul 4 (3 Tage): 13./14./15. Februar 2019

Verhandlungen I

- Bedeutung von Verhandlungen

- Verschiedene Verhandlungsstile

- Verschiedene Verhandlungsmodelle

- Erfolgreich Verhandeln nach dem Harvard-Konzept

- Besonderheiten der Verhandlungspartner in der Baubranche

- Vorstellung Theorie und Übung konkreter Fälle

- Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen in Baukonflikten

- Theorie-Input, z.B. Verstrickungssituationen, Nachforderungen in letzter Minute, mangelnde Legitimation eines Medianten

- Übung konkreter Fallkonstellationen, z.B. Leistungen, Vergütung, Terminprobleme, Mängel und Haftung etc.

 

Modul 5 (2 Tage): 21./22. März 2019

Verhandlungen II

- Optionsbildung, kreative Ideen

- Bewertung von Optionen

- Weitere Kreativtechniken

- Besondere Baumediationstechniken

- Mediatorische Übungen

 

Modul 6 (2 Tage): 09./10. Mai 2019
Rechtsgrundlagen für Bau-Mediatoren

- Rechtliches Basiswissen

- Mediationsvertrag und -vereinbarung

- Haftung und Verjährung

- Rechtsdienstleistungsgesetz: Was darf der Nicht-Anwaltsmediator (nicht)?

- Umgang mit Dritten in der Mediation

- Probleme bei Abschlußvereinbarungen

- Mediationsgesetz: Rechte und Pflichten des Mediators, Aus- und Fortbildung

- Bedeutung von Kenntnissen zu HOAI, VOB, Werkvertrag

- Vergaberecht und Mediation?

 

Modul 7 (2 Tage): 06./07. Juni 2019
Mediationsarten und Supervision

- Co-Mediation / Team-Mediation

- Moderation

- Feedback / Supervision

- Das Innere Team

- Das Werte- und Entwicklungsquadrat

 

Modul 8 (2 Tage): 04./05. Juli 2019
Rolle und Selbstverständnis des Bau-Mediators/-in / Abschlußprüfung

- Mediation als Haltung

- Empathie des Mediators

- Ethik der Mediation

- Vorbereitung der Prüfung

- Rückblick und Ausblick

- Theoretische und praktische Prüfung

 

Zielgruppe

Die Mediationsausbildung richtet sich an Architekten, Ingenieure, Projektsteuerer, Geschäftsführer und Niederlassungsleiter von Bauunternehmen, Führungskräfte in Verwaltung und Verbänden, die mit Bauprojekten befasst und somit auch im Rahmen des Privaten Baurechts tätig sind. Bausachverständige, Bauträger, Selbstständige sowie all diejenigen in der Baubranche, die sich angesprochen fühlen, ihre Kommunikations- und Konfliktkompetenz zu erweitern und zu verbessern sowie Rechtsanwälte mit Tätigkeits-/Interessenschwerpunkt 'Privates Baurecht' sind willkommen.

 

Ziele

Teilnehmer/innen aus der Bau- und Immobilienbranche und Sachverständige schaffen sich mit der Ausbildung in Konfliktlösung ein weiteres berufliches Standbein.

Ziel ist, die Teilnehmer/innen zu qualifizieren, Bau-Mediationsprozesse zu leiten und lösungsorientierte Kommunikation im eigenen Arbeitsfeld einzusetzen, um Baukonflikte zu klären oder zu verhindern.

Der besondere Lernerfolg der Ausbildung lebt davon, dass die Teilnehmer neben dem theoretischen Input in Fallbeispielen und Rollenspielen abwechselnd selbst die Rolle des Mediators wie auch der unterschiedlichen Verhandlungspartner, wie z.B. Bauherr, Planer, Handwerker, einnehmen und deren Interessen vertreten.

Teilnehmer/innen früherer Ausbildungen berichten von intensiven Lernerfolgen in lösungsorientierter Mediation durch permanente Betreuung und Feedback während der Übungen.

 

Die Bau-Mediationsausbildung umfaßt insgesamt 160 Stunden in 8 Modulen einschließlich Intervision (40 Stunden eigenständige, selbstorganisierte Gruppenarbeit) und Supervision. Zusätzlich muß ein Zeitaufwand von ca. 16 Stunden für die Bearbeitung eines eigenen Mediationsfalles einschließlich Dokumentation eingeplant werden. Die Teilnehmenden erhalten nach erfolgreicher Teilnahme ein Zertifikat.

 

Ziel der berufsbegleitenden Ausbildung ist die Vermittlung der Grundausbildung für den gesetzlich zertifizierten Mediator.

 

Gemäß § 2 Abs. 4 des ZMediatAusbV ist zur Erlangung des gesetzlich zertifizierten Mediators eine Grundausbildung notwendig, die mindestens 120 Präsenzstunden umfaßt. Gemäß § 2 Abs. 2 ZMediatAusbV ist neben dem Ausbildungslehrgang eine Einzelsupervision im Anschluß an eine als MediatorIn oder Co-MediatorIn geführte Mediation notwendig. Diese Einzelsupervision wird ebenfalls vom Dozenten durchgeführt.

 

Die Ausbildung entspricht uneingeschränkt den Anforderungen der Rechtsverordnung. Nach einer theoretischen und praktischen Prüfung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat, das sie als Bau-MediatorIn ausweist. In diesem Zertifikat sind neben den 120 Zeitstunden in 8 Modulen / 17 Tagen inkludierte Supervisionen zuzüglich selbst organisierter Gruppenarbeit (Intervision) bescheinigt. Eine Anmeldung ist grundsätzlich nur für die Gesamtausbildung möglich.

 

Die Möglichkeit einer Weiterqualifikation für eine Verbandszertifizierung wird im Anschluß an die Ausbildung in Form von Zusatzmodulen angeboten, um weitere Grundlagen (40 Stunden) für eine Verbandszertifizierung bei den großen Mediatorenverbänden, z.B. DACH, VdBauImm (u.a. 200 Stunden) zu schaffen.

 

Die Ausbildung ist anerkannt von der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen. Nach Abschluss der Ausbildung erhalten Sie Ihr Zertifikat als BaumediatorIn oder FachmediatorIn Bau oder WirtschaftsmediatorIn Schwerpunkt Bau.

 

Methodik

Modelle, Techniken, Beispiele und Übungen sind auf die Baubranche abgestimmt.

 

Die Module sind als Workshops gestaltet. Wissen und Erfahrungen werden vom in der Bau-Mediation erfahrenen Trainer vorgestellt, Fallbeispiele aus der Baubranche werden diskutiert und ausgewertet. Übungen mit Rollenspielen und Supervision sind Teil der Ausbildung. Die Arbeit in Peergroups findet zwischen den Modulen in Eigenorganisation statt. Die Ergebnisse werden in den Workshops gemeinsam ausgewertet .

 

Die Leitung der Ausbildung hat Rechtsanwalt und Lehrtrainer Christoph Bubert. Herr Bubert ist international zertifizierter Mediator, Mediationstrainer und Mediationssupervisor (DACH,) zertifizierter Mediator (DGM, VdBauImm) und nach den MQ®-Standards, zertifizierter Mediator nach Liste gemäß § 8 Zivilrechts-Mediationsgesetz des Bundesministeriums der Justiz, Österreich, Mitglied im Ausschuß Mediation und Schlichtung beim KAV, Sprecher Fachgruppe Mediation und Bauprojekte im DACH, Schiedsrichter und Schlichter, 25-jährige Tätigkeit im Privaten Bau- und Architektenrecht und Vergaberecht, Organisator der Internationalen Bau-Mediationstage in Essen 2014 und 2016, Vorstand der Forschungsgruppe für Wirtschaftsmediation und Verhandlung der Technischen Hochschule Köln, Leitung Köln-Bonner Institut für Konfliktlösungen MEDIATION BUBERT.

 

 

Für den Kurs sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

 

 

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