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Betriebliche Gesundheitsförderung als Wettbewerbsfaktor

Umsatzausfälle durch Fehlzeiten am Arbeitsplatz kosteten deutsche Unternehmen im Jahr 2007 mehr als 30 Milliarden Euro. Weltweit wird der jährliche Schaden auf rund 2 Billionen Dollar geschätzt. Die hierdurch entstehenden Risiken für Unternehmen wurden nun auch beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos diskutiert.


Auffallend hierbei ist vor allem die kontinuierliche Zunahme psychischer Erkrankungen als Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Immer häufiger sind Stress und Überarbeitung die Ursache für Ausfälle. So beziffert eine Studie der AOK die Anzahl stressbedingter Fehlzeiten auf bis zu 40 Prozent. Dabei eignen sich die Fehlzeiten noch nicht einmal als relevante Kennzahl. Die entstehenden Kosten durch den sogenannten Präsentismus, also durch Mitarbeiter, die trotz Krankheit zur Arbeit gehen, werden auf das Dreifache geschätzt.


Demnach besteht für Unternehmen zweifelsohne dringend Handlungsbedarf um auch auf längerer Sicht im globalen Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können. Immerhin beschäftigen sich laut der im Januar diesen Jahres vom TÜV SÜD, Handelsblatt und EuPD Research veröffentlichten Studie „Gesundheitsmanagement 2010“ knapp 30 % der Unternehmen systematisch mit der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der eigenen Mitarbeiter. Weitere 30 % geben an gerade mit dem Aufbau eines Gesundheitsmanagements beschäftigt zu sein. Allerdings wurden auch aufgrund der Finanzkrise viele begonnene Projekte vorerst wieder eingestellt.


Eine Untersuchung der „Initiative Gesundheit und Arbeit“ unterstreicht die Wirksamkeit eines betrieblichen Gesundheitsmanagements. So schätzen 82 % der Unternehmer, die ein Betriebliches Gesundheitsmanagement einsetzen, dessen stabilisierende Wirkung - besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Dennoch sind insbesondere bei kleinen und mittleren Betrieben bis 200 Mitarbeiter die Vorbehalte noch sehr hoch. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Vorrang des Tagesgeschäfts, fehlende personelle und zeitliche Ressourcen und die Priorität anderer Themen.


Auch seitens der Politik wurde reagiert und motivierend eingegriffen. Seit 2009 werden Leistungen des Arbeitgebers, die den allgemeinen Gesundheitszustand der Arbeitnehmer verbessern, bis zu einem Betrag von 500 Euro je Mitarbeiter und Jahr grundsätzlich von der Steuer freigestellt. Dies bezieht sich sowohl auf externe Kurse als auch auf betriebliche Angebote.

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